Aachener Kanzlei für Familienrecht
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Was gibt`s Neues ?

17.1.2018: BGH zur Sittenwidrigkeit eines Ehevertrages

15.11.2017: BGH zur Sättigungsgrenze

4.10.2017: BGH zum Unterhalt im Wechselmodell

11.1.2017: BGH zum Wechselmodell

27.01.2017: Unterhaltsvorschuss ab Juli unbefristet bis 18

9.8.2016: BGH zur Patientenverfügung

18.12.2015: OLG Dresden zum Unterhalt im Wechselmodell

18.8.2015: Gemeinsames Sorgerecht fürs Kindeswohl

11.8.2015: Wo stirbst du? Erben in der Euregio

27.7.2015: Kind schwerbehindert - Unterhalt für die Mutter?

15.7.2015: Neue DT und Kindergelderhöhung

8.6.2015: Hausfrau und Altersvorsorge: 5% von Null ist Null?

23.1.2015: Ordnungsgeld für Umgang verweigernde Mutter

20.1.2015: Rechengrößen VA 2015

1.12.2014: Versorgungsausgleich: Verzicht, Abfindung und Steuervorteile

26.11.2014: 8,50 € Mindestlohn als fiktives Einkommen beim Unterhalt

5.11.2014: zwei Ehefrauen und der Unterhaltsrang

27.10.2014: BGH aktuell zum Wohnvorteil

22.10.2014: Pflegeverpflichtung und Heimkosten

12.9.2014 Mütterrente kommt Ex-Männern zugute

4.9.2014: Lebenslangen Unterhalt: es gibt ihn doch noch!

9.7.2014: Altersvorsorge des Schwiegerkindes

2.7.2014: Bindungstoleranz beim Hund

22.5.2014: Wechselmodell und Unterhalt

28.4.2014: Kontoplünderung bei Trennung

20.3.2014: Verwirkung des Ehegattenunterhalts durch unbeweisbare Vorwürfe

13.3.2014: Vaterschaft: wer nicht anficht, zahlt Unterhalt

3.3.2014: BGH-Begründung zum Rechenweg bei Elternunterhalt ist da

12.2.2014: Rabeneltern-Entscheidung des BGH zu Kontaktabbruch und Elternunterhalt

22.1.2014: Sorgerecht-Checkliste für Väter

20.1.2014: Hinweise für Verfahrenskostenhilfe-Mandanten

11.11.2013: Gemeinsamer Anwalt bei Trennung/Scheidung

11.9.2013: Testamentsvollstreckung

7.8.2013: BGH zur Immobilie im Elternunterhalt

13.7.2013: Gesetz zum Umgangsrecht für leibliche Väter

4.7.2013: Problemfeld: Beamter, Dienstunfähigkeit und Versorgungsausgleich

4.6.2013: BGH: Auch Arbeitsplatzwechsel kann ehebedingten Nachteil bedeuten

25.5.2013: BGH: Vaterschafts-Anfechtung durch Samenspender möglich
8.5.2013: Keine Abzüge beim Mindestunterhalt

19.4.2013: Sorgerecht für unverheiratete Väter ab 19. Mai 2013

8.4.2013: Scheidung im Ausland und Versorgungsausgleich

6.2.2013: Mehr Schutz für Hausfrauen-Ehen

Persönlicher Beratungstermin? Online-Beratung?

Wenn Sie auf meiner Homepage etwas gesucht haben, benötigen Sie vielleicht noch meine Hilfe. Was kann ich für Sie tun?

 

Informieren Sie sich über unser Erstberatungs-Konzept und die Möglichkeit der Online-Beratung zum Pauschalpreis.

 

Bei Terminwünschen erreichen Sie das Sekretariat der Kanzlei Montags bis Donnerstags von 9-17 Uhr und Freitags von 9-15 Uhr unter Telefon: +49 241 5152657

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Denkanstoss für Sie:

Es war einmal ein Mann, der kroch auf den Knien um eine Straßenlaterne und suchte im Lichtkreis seinen Schlüssel. „Wo haben Sie ihn denn verloren?“, fragte ein Passant.  Der Mann antwortete: „Dort hinten in der dunklen Gasse.“ – „Und warum suchen Sie dann hier?“ – „Weil es hier hell ist“, antwortete der Mann.

Sie haben Streit mit jemandem. Und Sie suchen eine Entscheidung in einer Auseinandersetzung mit allen bekannten Mitteln, vielleicht in einem Gerichtsverfahren – wie der Mann seine Schlüssel im hellen Lichtkegel sucht. Lassen Sie sich helfen, die Lösung im Dunkeln zu finden: mit Mediation.

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Aktualisiert zuletzt am

9.7.2018

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Steuertipps im Familienrecht

Tipp 1: Zusammenveranlagung endet nicht erst bei Scheidung

Nach § 26 EStG geht Zusammenveranlagung in jedem Kalenderjahr, in dem die Ehegatten zusammengelebt haben. Wegen des Splittingvorteiles haben die Eheleute insgesamt mehr und müssen nur intern gerecht ausgleichen. Die Zusammenveranlagung wird bei der monatlichen Netto-Berechnung mit den Steuerklassen 3 und 5 berücksichtigt.

Beispiel: Trennung 7.1.2017 => 2017 ist letztes Jahr der Zusammenveranlagung, ab 2018 muss getrennt veranlagt werden. Trennung 27.12.2017: da gilt dasselbe! Trennung 5.1.2018: Jetzt ist ein ganzes Jahr, nämlich 2011, steuergünstiger! Daraus folgt: Bei Trennungen um den Jahreswechsel unbedingt beraten lassen!

Hat man wirklich noch zusammengelebt, ist die Zustimmung zur Zusammenveranlagung für den Pflicht, der daraus keinen Nachteil hat, aber dem anderen einen Vorteil verschaffen kann.

Tipp 2: Nicht ausgerechnet vor Silvester trennen!

Die Formulierung in der Überschrift betrachten Sie bitte mit einem Augenzwinkern. Aber: Wenn Sie noch bis nach Neujahr offiziell zusammen leben, wird der "Steuerschaden" um ein Jahr verschoben.

Tipp 3: Leben Sie wirklich getrennt?

Getrenntes Leben ist steuerlich ganz selten auch mal kein "Getrenntleben". So war es in einem Fall, in dem es zwar zwei Wohnungen gab, die Eheleute aber Freizeit zusammen verbrachten, nicht geschieden werden wollten und planten, demnächst in einem größeren gemeinsamen Haus wieder unter einem Dach zu leben.

Das FG urteilte: "In der Gegenwart sind auch Formen des räumlich getrennten Zusammenlebens üblich".

FG Münster 7 K 2241/15E

Wer so beim Finanzamt argumentiert, kann allerdings nicht beim Familiengericht das Gegenteil behaupten und Scheidung einreichen.

Tipp 4: Realsplitting: Unterhalt von der Steuer absetzen

Ab dem Kalenderjahr, in dem keine Zusammenveranlagung mehr akzeptiert wird, werden die Ehegatten getrennt steuerlich veranlagt. Wird dann Ehegattenunterhalt gezahlt, kann dieser (bis zu 13.805 €) beim Unterhaltspflichtigen nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG von der Steuer abgesetzt werden. Im Gegenzug muss der Unterhaltsberechtigte diese Einkünfte nach § 22 Nr. 1a EStG versteuern. Das lohnt sich umso mehr, je unterschiedlicher die Grenzsteuersätze der Ehegatten sind. Es erhöht auch die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen, so dass der Realsplittingvorteil abzüglich Realsplittingnachteil den Unterhalt erhöht. Das Formular dazu beim Finanzamt heisst "Anlage U".  Die Unterschrift muss erteilt werden gegen die Zusage, von allen wirtschaftlichen Nachteilen freigestellt zu werden.

Achtung, wenn es noch weitere Nachteile gibt wie KV-Beitrag oder Wegfall öffentlicher Leistungen.

Formular nicht verstanden? Dazu bin ich ja da!

Tipp 5: Den Versorgungsausgleich von der Steuer absetzen

Es kommt gelegentlich vor, dass sich Eheleute im Scheidungsverfahren oder in einem Notarvertrag darauf verständigen, die Kürzung der Renten durch eine Abfindung zu ersetzen. Das kann sogar steuerlich interessant sein! 

Solche Zahlungen sind als Werbungskosten steuerlich abziehbar - allerdings nur, wenn die späteren Versorgungsbezüge steuerpflichtig wären. Dies gilt also nur bei Betriebsrenten und für Beamte. Ließe man eine solche Abfindung unberücksichtigt, würden sie tatsächlich doppelt besteuert, weil sie aus bereits versteuertem Einkommen stammt und die Alterseinkünfte später ebenfalls einer vollen Besteuerung unterliegen. Werden die Ausgleichszahlungen fremdfinanziert, kann der Zahlungsverpflichtete die dadurch entstandenen Schuldzinsen ebenfalls als Werbungskosten absetzen.
Arbeitnehmer oder Beamte, die sich also im Rahmen eines Ehevertrags oder einer Scheidungsvereinbarung zu einer Abfindung des Versorgungsausgleiches verpflichtet haben, können die Ausgleichszahlung als vorab entstandene Werbungskosten geltend machen.

Urteile des BFH vom 08.03.2006 - IX R 78/01 und IX R 107/00


Tipp 6: Kinderbetreuung von der Steuer absetzen

Es wird steuerlich unterschieden zwischen Alleinerziehenden, Paaren, bei denen nur ein Elternteil erwerbstätig ist, und doppelt verdienenden Elternteilen.

Für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren können grundsätzlich alle Steuerpflichtigen zwei Drittel der Betreuungskosten, höchstens aber 4.000 € geltend machen. Alleinerziehende und Doppelverdiener können darüber hinaus auch in dieser Altersgruppe bis zur Höchstgrenze von 4.000 € jährlich absetzen. Familien, in denen einer verdient und ein Elternteil die Kinder betreut und versorgt, kommt der Steuervorteil für die 7-14-Jährigen nicht zugute.

Familien mit einem Erwerbstätigen können aber die Betreuungskosten, die im Haushalt anfallen (Au Pair, Kinderfrau), über die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen geltend machen. Dieser Steuervorteil steht den Alleinerziehenden zusätzlich zur Verfügung.

Achtung: Steuerbescheide auf Vorläufigkeitsvermerk überprüfen

Wie oben beschrieben, ist die Höhe der abziehbaren Kinderbetreuungskosten gesetzlich auf 4.000 € pro Jahr begrenzt.  Dagegen läuft allerdings vor dem Bundesfinanzhof noch einRevisionsverfahren (III R 67/09).  Der BFH hat zu entscheiden, ob die Kosten doch in voller Höhe abziehbar sind (Vorinstanz: Sächsisches FG v. 19.08.2009, Az. 2 K 1038/09). Deshalb ergehen die Steuerbescheide jetzt vorläufig (BMF-Schreiben vom 15.2.2010, Az. IV A 3 - S 0338/07/10010). Es daher ist kein Einspruch nötig. Eltern sollten allerdings überprüfen, ob der Vorläufigkeitsvermerk in ihrem Steuerbescheid steht. Sollte das Urteil des Bundesfinanzhofs zugunsten der klagenden Eltern ausgehen, winkt eine Steuererstattung für alle.

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