Neuordnung der Familie nach Trennung

Mutters Haus - Vaters Haus

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Folge der Trennung ist zumeist eine Neuordnung der Wohnverhältnisse. Selbst wenn die Familie (zunächst) unter einem Dach wohnen bleibt, werden die Zuständigkeiten in Bezug auf die Betreuung der Kinder klarer abzusprechen sein.

 

 

In der Fachwelt haben sich Begrifflichkeiten herausgebildet, mit denen die Vielfalt der Möglichkeiten, nach Trennung als Familie zu leben, bezeichnet werden:

Klare Absprachen - am besten schriftlich

Erstes Ziel der Eltern sollte zeitnah nach der Trennung sein, klare Regelungen zu treffen. Im Interesse der Kinder ist es, möglichst bald konkret zu wissen, wer wo mit wem leben wird und wie der Kontakt gestaltet wird.

Einigen sich die Eltern, empfiehlt sich eine schriftliche Elternvereinbarung.

Die Möglichkeiten, zu einer Lösung zu kommen, sind - in der Reihenfolge der "Eskalationsstufen":

  • Gespräch zwischen den Eltern
  • Gespräch der Eltern mit Dritten (Freunde, Familie)
  • Gespräch der Eltern mit Professionellen (Beratungsstelle, Jugendamt, Mediation)
  • Austausch von Rechtsanwälten der Eltern
  • richterliche Entscheidung im Verfahren um das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Gehören die Kinder automatisch zur Mutter?

Wer nur halbtags arbeitet, bekommt bei Trennung automatisch die Kinder?
Das ist wahrscheinlich statistisch die Wahrheit und trifft statistisch auch häufiger für Mütter zu als für Väter - aber es gibt eben keinen solchen Automatismus.
Aus der gegenteiligen Begründung des OLG Saarland (6 UF 106/10):
„Bei der allein am Kindeswohl auszurichtenden Frage, welchem der Elternteile die elterliche Sorge oder - wie hier - ein Teilbereich dieser zu übertragen ist, sind die Erziehungseignung der Eltern - einschließlich ihrer Bindungstoleranz -, die Bindungen des Kindes - insbesondere an seine Eltern und Geschwister -, die Prinzipien der Förderung und der Kontinuität sowie der Kindeswille als gewichtige Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Außer diesen Aspekten sind je nach den Begleitumständen des Falles weitere Gesichtspunkte wie Erziehungsbereitschaft, häusliche Verhältnisse, soziales Umfeld und Grundsätze wie der einzubeziehen, dass Geschwister nicht ohne besonderen Grund voneinander getrennt werden sollen. Nach dem Förderungsprinzip ist die elterliche Sorge dem Elternteil zu übertragen, der am Besten zur Erziehung und Betreuung des Kindes geeignet erscheint und von dem es voraussichtlich die meiste Unterstützung für den Aufbau seiner Persönlichkeit erwarten kann. Dabei kann berücksichtigt werden, dass ein Elternteil weitergehende Möglichkeiten zur Betreuung des Kindes hat; denn je jünger ein Kind ist, umso wichtiger ist es für seine Entwicklung, dass es sich in der Obhut eines Menschen weiß, der Zeit hat, auf seine Fragen, Wünsche und Nöte einzugehen. Ein Primat des beruflich weniger eingespannten Elternteils ist damit allerdings nicht verbunden."

Der berufstätige Vater erhielt das Sorgerecht, auch wenn er nachweislich (etwas) weniger Zeit zu Hause ist als die Mutter.

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Diese Seiten wurden von mir zuletzt aktualisiert am 5.5.2012

 

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Denkanstoss für Sie:

Es war einmal ein Mann, der kroch auf den Knien um eine Straßenlaterne und suchte im Lichtkreis seinen Schlüssel. „Wo haben Sie ihn denn verloren?“, fragte ein Passant.  Der Mann antwortete: „Dort hinten in der dunklen Gasse.“ – „Und warum suchen Sie dann hier?“ – „Weil es hier hell ist“, antwortete der Mann.

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